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	<title>Glottopedia - User contributions [en]</title>
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		<title>User:Daniela prando</title>
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		<updated>2010-02-12T14:30:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Artikel im Ramen des Hauptseminars der romanischen Sprachwissenschaft ''Die Romanische Sprachfamilie und ihre Nachbarn'' an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Haase;&lt;br /&gt;
Zusammenarbeit mit Dorothée Möckel und Kathrin Zettelmeier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[galloromanische Sprache]],&lt;br /&gt;
[[Okzitanisch]],&lt;br /&gt;
[[Limousinisch]],&lt;br /&gt;
[[Auvergnatisch]],&lt;br /&gt;
[[Alpenprovenzalisch]],&lt;br /&gt;
[[Languedokisch]],&lt;br /&gt;
[[Provenzalisch]],&lt;br /&gt;
[[Gaskognisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Daniela prando</name></author>
		
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		<title>Galloromanische Sprache</title>
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		<updated>2010-02-12T14:30:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: Created page with ''''Galloromanische Sprache'''  Entgegen der allgemeinen Annahme, in Frankreich spreche man ausschließlich die Nationalsprache Französisch, existieren im ''Hexagone'' zahlre...'&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Galloromanische Sprache'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen der allgemeinen Annahme, in Frankreich spreche man ausschließlich die Nationalsprache [[Französisch]], existieren im ''Hexagone'' zahlreiche Sprachen und Dialekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründe hierfür liegen in der Geschichte. Besonders ausschlaggebend war die römische Eroberung des gallischen Gebiets, die in zwei Schritten erfolgte.&lt;br /&gt;
Bevor die Römer Gallien einnahmen, lebten in dieser Gegend über 500 keltische Stämme, die weder politisch noch kulturell eine Einheit bildeten. Im Jahre 125 v.C. fielen die Römer das erste Mal in Südfrankreich ein und erschlossen sich so bis 121 v.C. einen Landweg durch das Hinterland von Marseille zu der bereits eroberten Provinz Spanien. Erst 70 Jahre später, von 58 v.C. bis 51 v.C., schloss sich die Eroberung Nordfrankreichs.&lt;br /&gt;
Dementsprechend erfolgten die [[Romanisierung]] im südlichen Drittel des Landes intensiver als im Norden. Eine gut ausgebaute Infrastruktur, ausgeprägte Stadtkulturen mit Thermen, Tempeln und Theatern, sowie die Einrichtung administrativer Institutionen sind nur einige wenige Beispiele für das Herausbilden wirtschaftlicher, kultureller und politischer Zentren. Anders als in Nordfrankreich betrieb man in der ''Narbonensis'' eine aktive Sprachpolitik, die das Unterrichten der lateinischen Sprache im Bildungswesen vorsah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der italienische Dichter Dante teilte das Sprachgebiet Frankreichs, gemäß der entstandenen Zweiteilung, nach seinen jeweiligen Bejahungspartikeln in [[''langue d'oc'']] und [[''langue d'oïl'']] ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zweiteilung des gallischen Gebiets entwickelte sich durch die Einflüsse verschiedener [[Superstrate]] zu einer Dreiteilung. Besonders ausschlaggebend war das Fränkische im Norden, das zahlreiche Spuren in der [[''langue d'oïl'']] hinterließ. Die Superstrateinflüsse des [[Burgundisch]]en in der heutigen [[frankoprovenzalisch]]en Region und des [[Westgotischen]] im Süden waren weniger stark, jedoch auch prägend für die jeweilige Sprachentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Okzitanisch]]e entfaltete sich daher weitgehend unabhängig von germanischen Einflüssen und ist daher dem Lateinischen ähnlicher als die nördlichen Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bec, Pierre: La langue occitane. Paris, 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bossong, Georg: Die romanischen Sprachen. Eine vergleichende Einführung. Hamburg, 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cichon, Peter: Einführung in die okzitanische Sprache. Bonn, 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rieger, Angelica: Okzitanistik, Altokzitanistik und Provenzalistik, Geschichte und Auftrag einer europäischen Philologie. Frankfurt am Main (u.a.), 2000.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Daniela prando</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Okzitanisch&amp;diff=10645</id>
		<title>Okzitanisch</title>
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		<updated>2010-02-12T14:29:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Okzitanisch'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Okzitanische (''langue d'oc, occitan'') ist eine [[galloromanische Sprache]], die hauptsächlich im südlichen Drittel Frankreichs, aber auch in Teilen Spaniens (Aran-Tal in [[Katalonien]]) und Norditaliens (piemontesische Alpen) gesprochen wird. Außerdem existieren noch vereinzelte Sprachinseln wie in Kalabrien und Argentinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 	Die geschichtliche Entwicklung&lt;br /&gt;
1.1	Altokzitanisch&lt;br /&gt;
1.2 	Mittelokzitanisch&lt;br /&gt;
1.3 	Das moderne Okzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2	Sprachliche Kriterien des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 	Dialekte des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4 	Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 	Die geschichtliche Entwicklung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geschichtliche Entwicklung des Okzitanischen lässt sich grob in drei Phasen gliedern: die altokzitanische, die mittelokzitanische und die moderne Epoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.1	Altokzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem elften Jahrhundert entwickelt das Okzitanische als erste der [[galloromanische Sprache]] eine literarische Form: die Troubadourdichtung, die bis zum heutigen Tag als Vorbild für die Lyrik gilt. Sie orientiert sich nicht mehr wie im Lateinischen an Längen und Kürzen, sondern arbeitet mit dem Akzent. Die Blütezeit dieser Dichtung dauert zwei Jahrhunderte und das ''occitan'' erreicht sogar den Status einer Hochsprache. Wilhelm VII ist der erste Troubadourdichter. Seine Werke zählen, neben Urkunden und Verträgen, zu den ersten Quellen der okzitanischen Sprache. Zu dieser Zeit ist das Okzitanische sehr einheitlich und es bestehen nur geringe dialektale Unterschiede. Das führt dazu, dass sich eine Koiné bildet und das Okzitanische während des gesamten Mittelalters die einzige Kommunikationssprache ist. Während zuerst nur das Lateinische als Verwaltungssprache akzeptiert ist, festigt sich ab dem 12. Jahrhundert auch eine Koiné der ''langue d'oc'' in diesem Bereich. Die ersten Grammatiken werden geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.2 	Mittelokzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Kreuzzug von Albi (1208-1229) beginnt der Niedergang des Okzitanischen. Französische Soldaten verwüsten den Süden des Landes, was unter Anderem Folgen für die soziale und kulturelle Struktur hat. Die Troubadourdichter flohen in die Alpen und Pyrenäen und Okzitanien ist nun Teil des Herrschaftsgebiets der französischen Könige. Dadurch gewinnt das Französische im Süden immer mehr die Oberhand. Schließlich wird durch den Erlass von Villers-Cotterêts von König Franz I im Jahre 1539 das Okzitanische von der französischen Sprache auch aus der Verwaltung verdrängt. Das ''occitan'' hat nun keine offizielle Funktion mehr und der schriftlicher Gebrauch kommt zum Erliegen. Im Süden des Landes entsteht eine ''Diglossie'', da vor allem von der ländlichen Bevölkerung das Französische ignoriert wird und nur das städtische Bürgertum beide Sprachen benutzt.&lt;br /&gt;
Im 16. Jahrhundert erfährt die Sprache wieder einen Aufschwung, da sich Schriftsteller erneut des Okzitanischen bedienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.3 	Das moderne Okzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lebt sogar die Troubadourdichtung wieder auf. Jedoch erleiden alle Regionalsprachen Frankreichs nach der französischen Revolution 1789 nochmals einen starken Rückschlag. Das Okzitanische wird demnach verdrängt und unterdrückt. Trotz allem gibt es bis heute immer wieder Bestrebungen die langue d'oc zu erhalten. Zwischen 1846 und 1847 erscheint das erste Okzitanisch-[[Französisch]]e Wörterbuch von Honnorat. Das sogenannte ''Dictionnaire provençal-français'' enthält mehr als 100 000 Wörter.&lt;br /&gt;
1854 vereinigen sich sieben junge provenzalische Dichter zu der Literaten-Gruppe ''Félibrige'' um ihre gesprochene Sprache zu festigen und zu pflegen. Kopf dieser Gruppe ist Frédéric Mistral, der für seinen Vers-Epos über das Leben in seiner Heimat an der Rhône den Nobelpreis für Literatur bekommt. Zwischen 1879 und 1886 veröffentlichen die jungen Dichter ein Werk über die Lexik, das gleichzeitig eine Enzyklopädie des Mittelmeerraumes ist, mit dem Namen'' Le Trésor du Félibrige/ Lou tresor dóu Félibrige''. Nach Jahrhunderten des Niedergangs entsteht nun endlich wieder ein literarisches Meisterwerk, das eine entscheidende Etappe der okzitanischen Sprachgeschichte darstellt. Als problematisch erweist sich lediglich, dass sich die Literaten nur auf den Unterdialekt ''rhodanien'' stützen und daher viele Okzitanischsprecher ihre Sprachreform nicht angewandt werden können.&lt;br /&gt;
Eine weitere Gruppe namens ''Estieu-Perbosc'' hingegen bemüht sich um eine Orthographie in der sich die verschiedenen Dialektsprecher wiederfinden können.&lt;br /&gt;
Im Jahr 1876 versucht Joseph Roux eine andere Schriftform zu verfassen. Diese kommt der Troubadourdichtung sehr nahe, wird allerdings im Sprachgebiet nur schlecht angenommen. Zur Sprachpflege tragen die ''Escola Occitana'', gegründet im Jahr 1919, und das Erscheinen der Zeitung ''Lo Gai Saber'' bei. Sechs Jahre später erscheint die erste wirklich wissenschaftliche Grammatik des Okzitanischen, die ''Gramatica Occitana segon los parlars lengadocians'' von Louis Alibert. 1945 wird das ''Institut d'Estudis Occitans'' gegründet, mit dem Ziel die okzitanische Sprache und Kultur zu fördern.&lt;br /&gt;
Ein besonderer Meilenstein im Bildungswesen ist das ''Loi Deixonne'' im Jahre 1951, nach dem fortan die Regionalsprachen im Unterricht eingebaut werden können. Im Zuge dessen entstehen auch bilinguale Grundschulen, die sogenannten ''Calendretas''.&lt;br /&gt;
Heute ist Okzitanisch Nähesprache auf dem Land. Bei Kontakt mit Fremden spricht man allerdings [[Französisch]], das die ''langue d'oc'' als Erstsprache immer mehr verdrängt. Dennoch gewinnt Okzitanisch in Städten und einigen ländlichen Gebieten vor allem aus touristischen Gründen wieder an Bedeutung. Das zeigen zweisprachige Ortsschilder und Werbeplakate. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2	Sprachliche Kriterien des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weit verbreitete Annahme, Okzitanisch sei ein [[französischer]] Dialekt, kann widerlegt werden. Tatsächlich weist die ''langue d'oc'' im Gegensatz zu den anderen angrenzenden romanischen Sprachen die größten Unterschiede im Vergleich zum [[Französischen]] auf. Das [[Katalanische]] steht ihr sprachlich am nächsten.&lt;br /&gt;
Einige linguistische Kriterien des Okzitanischen sind:&lt;br /&gt;
Im Vokalsystem des Okzitanischen ist kein geschlossenes [ọ] vorhanden.&lt;br /&gt;
Das vulgärlateinische [ọ] wird zu [u]: vlat. ''flore'' &amp;gt; okz. ''flur'', &amp;lt;''flor''&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Es erfolgt eine Palatalisierung des lateinischen Vokals [u] zu [ü]: vlat. ''luna'' &amp;gt; okz. ''luna''.&lt;br /&gt;
Das lateinischen ''ӗ'' und ''ǒ'' werden häufig diphthongiert: vlat. ''lectu''&amp;gt; okz. ''liech''&lt;br /&gt;
							               vlat. ''focu''&amp;gt; okz. ''fuòc''.&lt;br /&gt;
Die vulgärlateinischen geschlossenen Vokale werden nicht diphthongiert: &lt;br /&gt;
								     vlat. ''tres'' &amp;gt; okz. ''tres''.&lt;br /&gt;
Das lateinische betonte [ɑ] in offener Silbe wird beibehalten: vlat. ''capra'' &amp;gt; okz. ''cabra''.&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;-a&amp;gt; im Auslaut wird als abgeschwächter Nebenton beibehalten: 								  vlat. ''porta'' &amp;gt; okz. ''porta''.&lt;br /&gt;
Anders als im [[Französischen]] werden keine Synkopen gesprochen: fr. ''petite'' [ptit] vs. okz. ''petita'' [petita].&lt;br /&gt;
Es existieren keine Proparoxytona: okz. ''nespola'', fr. ''nèfle'', sp. ''níspera'', it. ''nespola''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 	Dialekte des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einheit der ''langue d'oc'', wie sie im Altokzitanischen existierte, gibt es heute nicht mehr. Während der Zeit der Unterdrückung und der schriftlosen Epoche bildeten sich allmählich verschiedene Dialekte heraus. Oft hatte das auch geographische Gründe, wie zum Beispiel bei den etwas abgeschotteten Regionen des Zentralmassivs. Allgemein kann das Dialektkontinuum heute in vier Zonen eingeteilt werden:&lt;br /&gt;
Zu den nordokzitanischen Dialekten zählen das [[Limousinisch]]e, das [[Auvergnatisch]]e und das [[Alpenprovenzalisch]]e.&lt;br /&gt;
Der zentralokzitanische Dialekt, das [[Languedokisch]]e, gilt als die typischste Mundart.&lt;br /&gt;
Das [[Provenzalisch]]e ist nicht nur der südokzitanische Dialekt, sondern wird auch oft als Synonym für das Okzitanische allgemein verwendet.&lt;br /&gt;
Das [[Gaskognisch]]e, im Westen des Landes, nimmt eine Sonderstellung ein. Obwohl es zu Okzitanien gehört, ist es vergleichsweise weit vom Lateinischen entfernt und unterscheidet sich stark von den anderen südfranzösischen Dialekten. Die Gründe hierfür liegen bei Cäsars erstem Eroberungszug. Der Feldherr ließ dieses Gebiet vorerst außer Acht, da er ursprünglich nur einen Landweg nach Spanien suchte. Somit konnte das [[baskisch]]e [[Substrat]] einen bemerkenswerten Einfluss auf die Sprache ausüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4 	Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bec, Pierre: La langue occitane. Paris, 1995.&lt;br /&gt;
Bossong, Georg: Die romanischen Sprachen. Eine vergleichende Einführung. Hamburg, 2008.&lt;br /&gt;
Cichon, Peter: Einführung in die okzitanische Sprache. Bonn, 2002.&lt;br /&gt;
Rieger, Angelica: Okzitanistik, Altokzitanistik und Provenzalistik, Geschichte und Auftrag einer europäischen Philologie. Frankfurt am Main (u.a.), 2000.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Daniela prando</name></author>
		
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		<title>User:Daniela prando</title>
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		<updated>2010-02-12T14:27:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Artikel im Ramen des Hauptseminars der romanischen Sprachwissenschaft ''Die Romanische Sprachfamilie und ihre Nachbarn'' an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Haase;&lt;br /&gt;
Zusammenarbeit mit Dorothée Möckel und Kathrin Zettelmeier&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[galloromanische Sprachen]],&lt;br /&gt;
[[Okzitanisch]],&lt;br /&gt;
[[Limousinisch]],&lt;br /&gt;
[[Auvergnatisch]],&lt;br /&gt;
[[Alpenprovenzalisch]],&lt;br /&gt;
[[Languedokisch]],&lt;br /&gt;
[[Provenzalisch]],&lt;br /&gt;
[[Gaskognisch]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Daniela prando</name></author>
		
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		<title>Gaskognisch</title>
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		<updated>2010-02-12T14:22:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: Created page with ''''Gaskognisch'''  Das Gaskognische, im Westen des okzitanischen Sprachgebiets, nimmt gegenüber den anderen Dialekten der ''langue d'oc'' eine Sonderstellung ein. Obwohl es ...'&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Gaskognisch'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gaskognische, im Westen des [[okzitanisch]]en Sprachgebiets, nimmt gegenüber den anderen Dialekten der ''langue d'oc'' eine Sonderstellung ein. Obwohl es zu Okzitanien gehört, ist es vergleichsweise weit vom Lateinischen entfernt. Die Gründe hierfür liegen bei Cäsars erstem Eroberungszug. Der Feldherr ließ dieses Gebiet vorerst außer Acht, da er ursprünglich nur einen Landweg nach Spanien suchte. Somit konnte das [[baskisch]]e [[Substrat]] einen bemerkenswerten Einfluss auf die Sprache ausüben. Im Folgenden wird das Gaskognische durch einen Auszug des Gleichnisses des ''Verlorenen Sohns''  sprachlich veranschaulicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un òme n'avèva pas que dus hilhs. Lo mès joen digoc a son pair: „Qu'ei temps que sia mon mèste e qu'aja argent; que cau que posca m'en anar e que veja païs. Partatjatz vòste ben e balhatz-me çò que devi aver.“ - „O òc, mon hilh“, digoc lo pair, „coma volhas; qu'ès  un maishant e que seràs punit“. Lavetz draubiscoc un tirador, que partatgèc son ben e que'n hascoc duas porcions.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mann hatte zwei Söhne. Der Jüngste sagte zu seinem Vater: „Es ist Zeit, dass ich mein eigener Meister werde und Geld verdiene. Ich muss gehen und das Land sehen. Teilt euer Vermögen und gebt mir was mir zusteht.” „Ach, mein Sohn”, sagt der Vater, „wie du willst. Du bist ein Böser und du wirst bestraft werden.” Dann öffnete er eine Schublade und teilte sein Vermögen in zwei Hälften.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Daniela prando</name></author>
		
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		<updated>2010-02-12T14:20:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: Created page with ''''Provenzalisch'''  Das Provenzalische ist ein südokzitanischer Dialekt. Er wird oft auch als Synonym für das Okzitanische allgemein verwendet. Er wird im Folgenden du...'&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Provenzalisch'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Provenzalische ist ein süd[[okzitanisch]]er Dialekt. Er wird oft auch als Synonym für das [[Okzitanisch]]e allgemein verwendet. Er wird im Folgenden durch einen Auszug des Gleichnisses des ''Verlorenen Sohns''  sprachlich veranschaulicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un òme aviá rèn que dos fius. Lo plus joine diguèt a son paire: „Es tèmps que fuga mon mèstre e qu'aga de sòus; fau que posca me'n anar e que vega de païs. Partatjatz vostre bèn e donatz-me çò que deve aver.“ - „O mon fiu“, faguèt lo paire, „coma voudràs; siás un marrit e seràs punit“. E puèi dubriguèt un tirador, patatgèt son bèn e ne faguèt doas partis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mann hatte zwei Söhne. Der Jüngste sagte zu seinem Vater: „Es ist Zeit, dass ich mein eigener Meister werde und Geld verdiene. Ich muss gehen und das Land sehen. Teilt euer Vermögen und gebt mir was mir zusteht.” „Ach, mein Sohn”, sagt der Vater, „wie du willst. Du bist ein Böser und du wirst bestraft werden.” Dann öffnete er eine Schublade und teilte sein Vermögen in zwei Hälften.&lt;/div&gt;</summary>
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		<updated>2010-02-12T14:19:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: Created page with ''''Languedokisch'''  Das Languedokische ist ein zentralokzitanischer Dialekt und gilt als die typischste Mundart der ''langue d'oc''. Er wird im Folgenden durch einen Auszug ...'&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Languedokisch'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Languedokische ist ein zentral[[okzitanisch]]er Dialekt und gilt als die typischste Mundart der ''langue d'oc''. Er wird im Folgenden durch einen Auszug des Gleichnisses des ''Verlorenen Sohns''  sprachlich veranschaulicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un òme aviá pas que dos dròlles. Lo plus jove diguèt a son paire: „Es ora pèr ièu de me governar sol e d'aver d'argent: me cal poder partir e véser de païs. Despartissètz lo vòstre ben e donatz-me ço que devi aver.“ - „O mon filh“, diguèt lo paire, „coma voldràs tu; siás un marrit e seràs castigat“. Apuèi dubriguèt una tireta, despartiguèt lo sieu ben e ne faguèt doas parts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 Deutsch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mann hatte zwei Söhne. Der Jüngste sagte zu seinem Vater: „Es ist Zeit, dass ich mein eigener Meister werde und Geld verdiene. Ich muss gehen und das Land sehen. Teilt euer Vermögen und gebt mir was mir zusteht.” „Ach, mein Sohn”, sagt der Vater, „wie du willst. Du bist ein Böser und du wirst bestraft werden.” Dann öffnete er eine Schublade und teilte sein Vermögen in zwei Hälften.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Daniela prando</name></author>
		
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		<updated>2010-02-12T14:18:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: Created page with ''''Augvergnatisch'''  Das Auvergnatische ist, zusammen mit dem Limousinischen und Alpenprovenzalischen, ein nordokzitanischer Dialekt. Er wird im Folgenden durch eine...'&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Augvergnatisch'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Auvergnatische ist, zusammen mit dem [[Limousinisch]]en und [[Alpenprovenzalisch]]en, ein nord[[okzitanisch]]er Dialekt. Er wird im Folgenden durch einen Auszug des Gleichnisses des ''Verlorenen Sohns''  sprachlich veranschaulicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un òme aviá mas dos garçons. Lo plus joine diguèt a son paire: „Lo moment es vengut que sia monmèstre e que aja d'argent; chal que puèscha me'n anar e que veja de païs. Partatjatz vòstre ben e bailatz-m çò que deve aver.“ - „O mon garçon“, diguèt lo paire, „coma voudràs; siás un maissant e seràs punit.“ E puèissa badèt un tirador, partatgèt son ben e ne faguèt dos morcèls.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mann hatte zwei Söhne. Der Jüngste sagte zu seinem Vater: „Es ist Zeit, dass ich mein eigener Meister werde und Geld verdiene. Ich muss gehen und das Land sehen. Teilt euer Vermögen und gebt mir was mir zusteht.” „Ach, mein Sohn”, sagt der Vater, „wie du willst. Du bist ein Böser und du wirst bestraft werden.” Dann öffnete er eine Schublade und teilte sein Vermögen in zwei Hälften.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Daniela prando</name></author>
		
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		<updated>2010-02-12T14:16:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: Created page with ''''Alpenprovenzalisch'''  Das Alpenprovenzalische ist, zusammen mit dem Limousinischen und Auvergnatischen, ein nordokzitanischer Dialekt. Er wird im Folgenden durch ...'&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Alpenprovenzalisch'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alpenprovenzalische ist, zusammen mit dem [[Limousinisch]]en und [[Auvergnatisch]]en, ein nord[[okzitanisch]]er Dialekt. Er wird im Folgenden durch einen Auszug des Gleichnisses des ''Verlorenen Sohns''  sprachlich veranschaulicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un òme aviá mas dos garçons; lo plus joeine diguèt a son paire: „Es temps que sicho mon mèstre a qu'aio d'argent; chal que pòscho m'en anar e que veso de pais. Partajatz vòstre ben e bailatz-me çò que deve avèr.“ - „Mon garçon, diguèt lo paire, coma vodràs, siás un meschant et seràs punit.“ E pueis badèt un tirant, partagèt son ben e ne gafuèt doas parts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mann hatte zwei Söhne. Der Jüngste sagte zu seinem Vater: „Es ist Zeit, dass ich mein eigener Meister werde und Geld verdiene. Ich muss gehen und das Land sehen. Teilt euer Vermögen und gebt mir was mir zusteht.” „Ach, mein Sohn”, sagt der Vater, „wie du willst. Du bist ein Böser und du wirst bestraft werden.” Dann öffnete er eine Schublade und teilte sein Vermögen in zwei Hälften.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Daniela prando</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Okzitanisch&amp;diff=10637</id>
		<title>Okzitanisch</title>
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		<updated>2010-02-12T14:12:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Okzitanisch'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Okzitanische (''langue d'oc, occitan'') ist eine [[galloromanische Sprache]], die hauptsächlich im südlichen Drittel Frankreichs, aber auch in Teilen Spaniens (Aran-Tal in [[Katalonien]]) und Norditaliens (piemontesische Alpen) gesprochen wird. Außerdem existieren noch vereinzelte Sprachinseln wie in Kalabrien und Argentinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 	Die geschichtliche Entwicklung&lt;br /&gt;
1.1	Altokzitanisch&lt;br /&gt;
1.2 	Mittelokzitanisch&lt;br /&gt;
1.3 	Das moderne Okzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2	Sprachliche Kriterien des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 	Dialekte des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4 	Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 	Die geschichtliche Entwicklung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geschichtliche Entwicklung des Okzitanischen lässt sich grob in drei Phasen gliedern: die altokzitanische, die mittelokzitanische und die moderne Epoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.1	Altokzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem elften Jahrhundert entwickelt das Okzitanische als erste der [[galloromanischen Sprachen]] eine literarische Form: die Troubadourdichtung, die bis zum heutigen Tag als Vorbild für die Lyrik gilt. Sie orientiert sich nicht mehr wie im Lateinischen an Längen und Kürzen, sondern arbeitet mit dem Akzent. Die Blütezeit dieser Dichtung dauert zwei Jahrhunderte und das ''occitan'' erreicht sogar den Status einer Hochsprache. Wilhelm VII ist der erste Troubadourdichter. Seine Werke zählen, neben Urkunden und Verträgen, zu den ersten Quellen der okzitanischen Sprache. Zu dieser Zeit ist das Okzitanische sehr einheitlich und es bestehen nur geringe dialektale Unterschiede. Das führt dazu, dass sich eine Koiné bildet und das Okzitanische während des gesamten Mittelalters die einzige Kommunikationssprache ist. Während zuerst nur das Lateinische als Verwaltungssprache akzeptiert ist, festigt sich ab dem 12. Jahrhundert auch eine Koiné der ''langue d'oc'' in diesem Bereich. Die ersten Grammatiken werden geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.2 	Mittelokzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Kreuzzug von Albi (1208-1229) beginnt der Niedergang des Okzitanischen. Französische Soldaten verwüsten den Süden des Landes, was unter Anderem Folgen für die soziale und kulturelle Struktur hat. Die Troubadourdichter flohen in die Alpen und Pyrenäen und Okzitanien ist nun Teil des Herrschaftsgebiets der französischen Könige. Dadurch gewinnt das Französische im Süden immer mehr die Oberhand. Schließlich wird durch den Erlass von Villers-Cotterêts von König Franz I im Jahre 1539 das Okzitanische von der französischen Sprache auch aus der Verwaltung verdrängt. Das ''occitan'' hat nun keine offizielle Funktion mehr und der schriftlicher Gebrauch kommt zum Erliegen. Im Süden des Landes entsteht eine ''Diglossie'', da vor allem von der ländlichen Bevölkerung das Französische ignoriert wird und nur das städtische Bürgertum beide Sprachen benutzt.&lt;br /&gt;
Im 16. Jahrhundert erfährt die Sprache wieder einen Aufschwung, da sich Schriftsteller erneut des Okzitanischen bedienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.3 	Das moderne Okzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lebt sogar die Troubadourdichtung wieder auf. Jedoch erleiden alle Regionalsprachen Frankreichs nach der französischen Revolution 1789 nochmals einen starken Rückschlag. Das Okzitanische wird demnach verdrängt und unterdrückt. Trotz allem gibt es bis heute immer wieder Bestrebungen die langue d'oc zu erhalten. Zwischen 1846 und 1847 erscheint das erste Okzitanisch-[[Französisch]]e Wörterbuch von Honnorat. Das sogenannte ''Dictionnaire provençal-français'' enthält mehr als 100 000 Wörter.&lt;br /&gt;
1854 vereinigen sich sieben junge provenzalische Dichter zu der Literaten-Gruppe ''Félibrige'' um ihre gesprochene Sprache zu festigen und zu pflegen. Kopf dieser Gruppe ist Frédéric Mistral, der für seinen Vers-Epos über das Leben in seiner Heimat an der Rhône den Nobelpreis für Literatur bekommt. Zwischen 1879 und 1886 veröffentlichen die jungen Dichter ein Werk über die Lexik, das gleichzeitig eine Enzyklopädie des Mittelmeerraumes ist, mit dem Namen'' Le Trésor du Félibrige/ Lou tresor dóu Félibrige''. Nach Jahrhunderten des Niedergangs entsteht nun endlich wieder ein literarisches Meisterwerk, das eine entscheidende Etappe der okzitanischen Sprachgeschichte darstellt. Als problematisch erweist sich lediglich, dass sich die Literaten nur auf den Unterdialekt ''rhodanien'' stützen und daher viele Okzitanischsprecher ihre Sprachreform nicht angewandt werden können.&lt;br /&gt;
Eine weitere Gruppe namens ''Estieu-Perbosc'' hingegen bemüht sich um eine Orthographie in der sich die verschiedenen Dialektsprecher wiederfinden können.&lt;br /&gt;
Im Jahr 1876 versucht Joseph Roux eine andere Schriftform zu verfassen. Diese kommt der Troubadourdichtung sehr nahe, wird allerdings im Sprachgebiet nur schlecht angenommen. Zur Sprachpflege tragen die ''Escola Occitana'', gegründet im Jahr 1919, und das Erscheinen der Zeitung ''Lo Gai Saber'' bei. Sechs Jahre später erscheint die erste wirklich wissenschaftliche Grammatik des Okzitanischen, die ''Gramatica Occitana segon los parlars lengadocians'' von Louis Alibert. 1945 wird das ''Institut d'Estudis Occitans'' gegründet, mit dem Ziel die okzitanische Sprache und Kultur zu fördern.&lt;br /&gt;
Ein besonderer Meilenstein im Bildungswesen ist das ''Loi Deixonne'' im Jahre 1951, nach dem fortan die Regionalsprachen im Unterricht eingebaut werden können. Im Zuge dessen entstehen auch bilinguale Grundschulen, die sogenannten ''Calendretas''.&lt;br /&gt;
Heute ist Okzitanisch Nähesprache auf dem Land. Bei Kontakt mit Fremden spricht man allerdings [[Französisch]], das die ''langue d'oc'' als Erstsprache immer mehr verdrängt. Dennoch gewinnt Okzitanisch in Städten und einigen ländlichen Gebieten vor allem aus touristischen Gründen wieder an Bedeutung. Das zeigen zweisprachige Ortsschilder und Werbeplakate. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2	Sprachliche Kriterien des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weit verbreitete Annahme, Okzitanisch sei ein [[französischer]] Dialekt, kann widerlegt werden. Tatsächlich weist die ''langue d'oc'' im Gegensatz zu den anderen angrenzenden romanischen Sprachen die größten Unterschiede im Vergleich zum [[Französischen]] auf. Das [[Katalanische]] steht ihr sprachlich am nächsten.&lt;br /&gt;
Einige linguistische Kriterien des Okzitanischen sind:&lt;br /&gt;
Im Vokalsystem des Okzitanischen ist kein geschlossenes [ọ] vorhanden.&lt;br /&gt;
Das vulgärlateinische [ọ] wird zu [u]: vlat. ''flore'' &amp;gt; okz. ''flur'', &amp;lt;''flor''&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Es erfolgt eine Palatalisierung des lateinischen Vokals [u] zu [ü]: vlat. ''luna'' &amp;gt; okz. ''luna''.&lt;br /&gt;
Das lateinischen ''ӗ'' und ''ǒ'' werden häufig diphthongiert: vlat. ''lectu''&amp;gt; okz. ''liech''&lt;br /&gt;
							               vlat. ''focu''&amp;gt; okz. ''fuòc''.&lt;br /&gt;
Die vulgärlateinischen geschlossenen Vokale werden nicht diphthongiert: &lt;br /&gt;
								     vlat. ''tres'' &amp;gt; okz. ''tres''.&lt;br /&gt;
Das lateinische betonte [ɑ] in offener Silbe wird beibehalten: vlat. ''capra'' &amp;gt; okz. ''cabra''.&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;-a&amp;gt; im Auslaut wird als abgeschwächter Nebenton beibehalten: 								  vlat. ''porta'' &amp;gt; okz. ''porta''.&lt;br /&gt;
Anders als im [[Französischen]] werden keine Synkopen gesprochen: fr. ''petite'' [ptit] vs. okz. ''petita'' [petita].&lt;br /&gt;
Es existieren keine Proparoxytona: okz. ''nespola'', fr. ''nèfle'', sp. ''níspera'', it. ''nespola''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 	Dialekte des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einheit der ''langue d'oc'', wie sie im Altokzitanischen existierte, gibt es heute nicht mehr. Während der Zeit der Unterdrückung und der schriftlosen Epoche bildeten sich allmählich verschiedene Dialekte heraus. Oft hatte das auch geographische Gründe, wie zum Beispiel bei den etwas abgeschotteten Regionen des Zentralmassivs. Allgemein kann das Dialektkontinuum heute in vier Zonen eingeteilt werden:&lt;br /&gt;
Zu den nordokzitanischen Dialekten zählen das [[Limousinisch]]e, das [[Auvergnatisch]]e und das [[Alpenprovenzalisch]]e.&lt;br /&gt;
Der zentralokzitanische Dialekt, das [[Languedokisch]]e, gilt als die typischste Mundart.&lt;br /&gt;
Das [[Provenzalisch]]e ist nicht nur der südokzitanische Dialekt, sondern wird auch oft als Synonym für das Okzitanische allgemein verwendet.&lt;br /&gt;
Das [[Gaskognisch]]e, im Westen des Landes, nimmt eine Sonderstellung ein. Obwohl es zu Okzitanien gehört, ist es vergleichsweise weit vom Lateinischen entfernt und unterscheidet sich stark von den anderen südfranzösischen Dialekten. Die Gründe hierfür liegen bei Cäsars erstem Eroberungszug. Der Feldherr ließ dieses Gebiet vorerst außer Acht, da er ursprünglich nur einen Landweg nach Spanien suchte. Somit konnte das [[baskisch]]e [[Substrat]] einen bemerkenswerten Einfluss auf die Sprache ausüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4 	Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bec, Pierre: La langue occitane. Paris, 1995.&lt;br /&gt;
Bossong, Georg: Die romanischen Sprachen. Eine vergleichende Einführung. Hamburg, 2008.&lt;br /&gt;
Cichon, Peter: Einführung in die okzitanische Sprache. Bonn, 2002.&lt;br /&gt;
Rieger, Angelica: Okzitanistik, Altokzitanistik und Provenzalistik, Geschichte und Auftrag einer europäischen Philologie. Frankfurt am Main (u.a.), 2000.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Daniela prando</name></author>
		
	</entry>
	<entry>
		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Okzitanisch&amp;diff=10636</id>
		<title>Okzitanisch</title>
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		<updated>2010-02-12T14:07:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Okzitanisch'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Okzitanische (''langue d'oc, occitan'') gehört zu den [[galloromanischen Sprachen]], die hauptsächlich im südlichen Drittel Frankreichs, aber auch in Teilen Spaniens (Aran-Tal in [[Katalonien]]) und Norditaliens (piemontesische Alpen) gesprochen wird. Außerdem existieren noch vereinzelte Sprachinseln wie in Kalabrien und Argentinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 	Die geschichtliche Entwicklung&lt;br /&gt;
1.1	Altokzitanisch&lt;br /&gt;
1.2 	Mittelokzitanisch&lt;br /&gt;
1.3 	Das moderne Okzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2	Sprachliche Kriterien des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 	Dialekte des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4 	Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 	Die geschichtliche Entwicklung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geschichtliche Entwicklung des Okzitanischen lässt sich grob in drei Phasen gliedern: die altokzitanische, die mittelokzitanische und die moderne Epoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.1	Altokzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem elften Jahrhundert entwickelt das Okzitanische als erste der [[galloromanischen Sprachen]] eine literarische Form: die Troubadourdichtung, die bis zum heutigen Tag als Vorbild für die Lyrik gilt. Sie orientiert sich nicht mehr wie im Lateinischen an Längen und Kürzen, sondern arbeitet mit dem Akzent. Die Blütezeit dieser Dichtung dauert zwei Jahrhunderte und das ''occitan'' erreicht sogar den Status einer Hochsprache. Wilhelm VII ist der erste Troubadourdichter. Seine Werke zählen, neben Urkunden und Verträgen, zu den ersten Quellen der okzitanischen Sprache. Zu dieser Zeit ist das Okzitanische sehr einheitlich und es bestehen nur geringe dialektale Unterschiede. Das führt dazu, dass sich eine Koiné bildet und das Okzitanische während des gesamten Mittelalters die einzige Kommunikationssprache ist. Während zuerst nur das Lateinische als Verwaltungssprache akzeptiert ist, festigt sich ab dem 12. Jahrhundert auch eine Koiné der ''langue d'oc'' in diesem Bereich. Die ersten Grammatiken werden geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.2 	Mittelokzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Kreuzzug von Albi (1208-1229) beginnt der Niedergang des Okzitanischen. Französische Soldaten verwüsten den Süden des Landes, was unter Anderem Folgen für die soziale und kulturelle Struktur hat. Die Troubadourdichter flohen in die Alpen und Pyrenäen und Okzitanien ist nun Teil des Herrschaftsgebiets der französischen Könige. Dadurch gewinnt das Französische im Süden immer mehr die Oberhand. Schließlich wird durch den Erlass von Villers-Cotterêts von König Franz I im Jahre 1539 das Okzitanische von der französischen Sprache auch aus der Verwaltung verdrängt. Das ''occitan'' hat nun keine offizielle Funktion mehr und der schriftlicher Gebrauch kommt zum Erliegen. Im Süden des Landes entsteht eine ''Diglossie'', da vor allem von der ländlichen Bevölkerung das Französische ignoriert wird und nur das städtische Bürgertum beide Sprachen benutzt.&lt;br /&gt;
Im 16. Jahrhundert erfährt die Sprache wieder einen Aufschwung, da sich Schriftsteller erneut des Okzitanischen bedienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.3 	Das moderne Okzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lebt sogar die Troubadourdichtung wieder auf. Jedoch erleiden alle Regionalsprachen Frankreichs nach der französischen Revolution 1789 nochmals einen starken Rückschlag. Das Okzitanische wird demnach verdrängt und unterdrückt. Trotz allem gibt es bis heute immer wieder Bestrebungen die langue d'oc zu erhalten. Zwischen 1846 und 1847 erscheint das erste Okzitanisch-[[Französische]] Wörterbuch von Honnorat. Das sogenannte ''Dictionnaire provençal-français'' enthält mehr als 100 000 Wörter.&lt;br /&gt;
1854 vereinigen sich sieben junge provenzalische Dichter zu der Literaten-Gruppe ''Félibrige'' um ihre gesprochene Sprache zu festigen und zu pflegen. Kopf dieser Gruppe ist Frédéric Mistral, der für seinen Vers-Epos über das Leben in seiner Heimat an der Rhône den Nobelpreis für Literatur bekommt. Zwischen 1879 und 1886 veröffentlichen die jungen Dichter ein Werk über die Lexik, das gleichzeitig eine Enzyklopädie des Mittelmeerraumes ist, mit dem Namen'' Le Trésor du Félibrige/ Lou tresor dóu Félibrige''. Nach Jahrhunderten des Niedergangs entsteht nun endlich wieder ein literarisches Meisterwerk, das eine entscheidende Etappe der okzitanischen Sprachgeschichte darstellt. Als problematisch erweist sich lediglich, dass sich die Literaten nur auf den Unterdialekt ''rhodanien'' stützen und daher viele Okzitanischsprecher ihre Sprachreform nicht angewandt werden können.&lt;br /&gt;
Eine weitere Gruppe namens ''Estieu-Perbosc'' hingegen bemüht sich um eine Orthographie in der sich die verschiedenen Dialektsprecher wiederfinden können.&lt;br /&gt;
Im Jahr 1876 versucht Joseph Roux eine andere Schriftform zu verfassen. Diese kommt der Troubadourdichtung sehr nahe, wird allerdings im Sprachgebiet nur schlecht angenommen. Zur Sprachpflege tragen die ''Escola Occitana'', gegründet im Jahr 1919, und das Erscheinen der Zeitung ''Lo Gai Saber'' bei. Sechs Jahre später erscheint die erste wirklich wissenschaftliche Grammatik des Okzitanischen, die ''Gramatica Occitana segon los parlars lengadocians'' von Louis Alibert. 1945 wird das ''Institut d'Estudis Occitans'' gegründet, mit dem Ziel die okzitanische Sprache und Kultur zu fördern.&lt;br /&gt;
Ein besonderer Meilenstein im Bildungswesen ist das ''Loi Deixonne'' im Jahre 1951, nach dem fortan die Regionalsprachen im Unterricht eingebaut werden können. Im Zuge dessen entstehen auch bilinguale Grundschulen, die sogenannten ''Calendretas''.&lt;br /&gt;
Heute ist Okzitanisch Nähesprache auf dem Land. Bei Kontakt mit Fremden spricht man allerdings [[Französisch]], das die ''langue d'oc'' als Erstsprache immer mehr verdrängt. Dennoch gewinnt Okzitanisch in Städten und einigen ländlichen Gebieten vor allem aus touristischen Gründen wieder an Bedeutung. Das zeigen zweisprachige Ortsschilder und Werbeplakate. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2	Sprachliche Kriterien des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weit verbreitete Annahme, Okzitanisch sei ein [[französischer]] Dialekt, kann widerlegt werden. Tatsächlich weist die ''langue d'oc'' im Gegensatz zu den anderen angrenzenden romanischen Sprachen die größten Unterschiede im Vergleich zum [[Französischen]] auf. Das [[Katalanische]] steht ihr sprachlich am nächsten.&lt;br /&gt;
Einige linguistische Kriterien des Okzitanischen sind:&lt;br /&gt;
Im Vokalsystem des Okzitanischen ist kein geschlossenes [ọ] vorhanden.&lt;br /&gt;
Das vulgärlateinische [ọ] wird zu [u]: vlat. ''flore'' &amp;gt; okz. ''flur'', &amp;lt;''flor''&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Es erfolgt eine Palatalisierung des lateinischen Vokals [u] zu [ü]: vlat. ''luna'' &amp;gt; okz. ''luna''.&lt;br /&gt;
Das lateinischen ''ӗ'' und ''ǒ'' werden häufig diphthongiert: vlat. ''lectu''&amp;gt; okz. ''liech''&lt;br /&gt;
							               vlat. ''focu''&amp;gt; okz. ''fuòc''.&lt;br /&gt;
Die vulgärlateinischen geschlossenen Vokale werden nicht diphthongiert: &lt;br /&gt;
								     vlat. ''tres'' &amp;gt; okz. ''tres''.&lt;br /&gt;
Das lateinische betonte [ɑ] in offener Silbe wird beibehalten: vlat. ''capra'' &amp;gt; okz. ''cabra''.&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;-a&amp;gt; im Auslaut wird als abgeschwächter Nebenton beibehalten: 								  vlat. ''porta'' &amp;gt; okz. ''porta''.&lt;br /&gt;
Anders als im [[Französischen]] werden keine Synkopen gesprochen: fr. ''petite'' [ptit] vs. okz. ''petita'' [petita].&lt;br /&gt;
Es existieren keine Proparoxytona: okz. ''nespola'', fr. ''nèfle'', sp. ''níspera'', it. ''nespola''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 	Dialekte des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einheit der ''langue d'oc'', wie sie im Altokzitanischen existierte, gibt es heute nicht mehr. Während der Zeit der Unterdrückung und der schriftlosen Epoche bildeten sich allmählich verschiedene Dialekte heraus. Oft hatte das auch geographische Gründe, wie zum Beispiel bei den etwas abgeschotteten Regionen des Zentralmassivs. Allgemein kann das Dialektkontinuum heute in vier Zonen eingeteilt werden:&lt;br /&gt;
Zu den nordokzitanischen Dialekten zählen das [[Limousinische]], das [[Auvergnatische]] und das [[Alpenprovenzalische]].&lt;br /&gt;
Der zentralokzitanische Dialekt, das [[Languedokische]], gilt als die typischste Mundart.&lt;br /&gt;
Das [[Provenzalische]] ist nicht nur der südokzitanische Dialekt, sondern wird auch oft als Synonym für das Okzitanische allgemein verwendet.&lt;br /&gt;
Das [[Gaskognische]], im Westen des Landes, nimmt eine Sonderstellung ein. Obwohl es zu Okzitanien gehört, ist es vergleichsweise weit vom Lateinischen entfernt und unterscheidet sich stark von den anderen südfranzösischen Dialekten. Die Gründe hierfür liegen bei Cäsars erstem Eroberungszug. Der Feldherr ließ dieses Gebiet vorerst außer Acht, da er ursprünglich nur einen Landweg nach Spanien suchte. Somit konnte das [[baskische]] [[Substrat]] einen bemerkenswerten Einfluss auf die Sprache ausüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4 	Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bec, Pierre: La langue occitane. Paris, 1995.&lt;br /&gt;
Bossong, Georg: Die romanischen Sprachen. Eine vergleichende Einführung. Hamburg, 2008.&lt;br /&gt;
Cichon, Peter: Einführung in die okzitanische Sprache. Bonn, 2002.&lt;br /&gt;
Rieger, Angelica: Okzitanistik, Altokzitanistik und Provenzalistik, Geschichte und Auftrag einer europäischen Philologie. Frankfurt am Main (u.a.), 2000.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Daniela prando</name></author>
		
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Limousinisch&amp;diff=10635</id>
		<title>Limousinisch</title>
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		<updated>2010-02-12T14:06:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: Created page with ''''Limousinisch'''  Das Limousinische ist, zusammen mit dem Auvergnatischen und Alpenprovenzalischen, ein nordokzitanischer Dialekt. Er wird im Folgenden durch einen ...'&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Limousinisch'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Limousinische ist, zusammen mit dem [[Auvergnatisch]]en und [[Alpenprovenzalisch]]en, ein nord[[okzitanisch]]er Dialekt. Er wird im Folgenden durch einen Auszug des Gleichnisses des ''Verlorenen Sohns''  sprachlich veranschaulicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Un òme aviá mas dos filhs. Lo pus jòune dissèt a son pair: „ Es temps qu'ieu siá mon mèstre e qu'aja de l'argent; chau que puèscha me'n anar e que veja del apïs. Partissètz vòstre ben e donatz-me çò que devi aver.“ - „O mon filh“, disèt  lo pair, „coma voudràs; sès un maissant e seràs punit“. Puèi dubriguèt una tireta, partiguèt son ben e ne faguèt doàs parts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deutsch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Mann hatte zwei Söhne. Der Jüngste sagte zu seinem Vater: „Es ist Zeit, dass ich mein eigener Meister werde und Geld verdiene. Ich muss gehen und das Land sehen. Teilt euer Vermögen und gebt mir was mir zusteht.” „Ach, mein Sohn”, sagt der Vater, „wie du willst. Du bist ein Böser und du wirst bestraft werden.” Dann öffnete er eine Schublade und teilte sein Vermögen in zwei Hälften.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Daniela prando</name></author>
		
	</entry>
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=Okzitanisch&amp;diff=10634</id>
		<title>Okzitanisch</title>
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		<updated>2010-02-12T14:02:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: Created page with ''''Okzitanisch'''  Das Okzitanische (''langue d'oc, occitan'') ist eine galloromanische Sprache, die hauptsächlich im südlichen Drittel Frankreichs, aber auch in Teilen Spa...'&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Okzitanisch'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Okzitanische (''langue d'oc, occitan'') ist eine [[galloromanische Sprache]], die hauptsächlich im südlichen Drittel Frankreichs, aber auch in Teilen Spaniens (Aran-Tal in [[Katalonien]]) und Norditaliens (piemontesische Alpen) gesprochen wird. Außerdem existieren noch vereinzelte Sprachinseln wie in Kalabrien und Argentinien. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 	Die geschichtliche Entwicklung&lt;br /&gt;
1.1	Altokzitanisch&lt;br /&gt;
1.2 	Mittelokzitanisch&lt;br /&gt;
1.3 	Das moderne Okzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2	Sprachliche Kriterien des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 	Dialekte des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4 	Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1 	Die geschichtliche Entwicklung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die geschichtliche Entwicklung des Okzitanischen lässt sich grob in drei Phasen gliedern: die altokzitanische, die mittelokzitanische und die moderne Epoche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.1	Altokzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem elften Jahrhundert entwickelt das Okzitanische als erste der [[galloromanischen Sprachen]] eine literarische Form: die Troubadourdichtung, die bis zum heutigen Tag als Vorbild für die Lyrik gilt. Sie orientiert sich nicht mehr wie im Lateinischen an Längen und Kürzen, sondern arbeitet mit dem Akzent. Die Blütezeit dieser Dichtung dauert zwei Jahrhunderte und das ''occitan'' erreicht sogar den Status einer Hochsprache. Wilhelm VII ist der erste Troubadourdichter. Seine Werke zählen, neben Urkunden und Verträgen, zu den ersten Quellen der okzitanischen Sprache. Zu dieser Zeit ist das Okzitanische sehr einheitlich und es bestehen nur geringe dialektale Unterschiede. Das führt dazu, dass sich eine Koiné bildet und das Okzitanische während des gesamten Mittelalters die einzige Kommunikationssprache ist. Während zuerst nur das Lateinische als Verwaltungssprache akzeptiert ist, festigt sich ab dem 12. Jahrhundert auch eine Koiné der ''langue d'oc'' in diesem Bereich. Die ersten Grammatiken werden geschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.2 	Mittelokzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Kreuzzug von Albi (1208-1229) beginnt der Niedergang des Okzitanischen. Französische Soldaten verwüsten den Süden des Landes, was unter Anderem Folgen für die soziale und kulturelle Struktur hat. Die Troubadourdichter flohen in die Alpen und Pyrenäen und Okzitanien ist nun Teil des Herrschaftsgebiets der französischen Könige. Dadurch gewinnt das Französische im Süden immer mehr die Oberhand. Schließlich wird durch den Erlass von Villers-Cotterêts von König Franz I im Jahre 1539 das Okzitanische von der französischen Sprache auch aus der Verwaltung verdrängt. Das ''occitan'' hat nun keine offizielle Funktion mehr und der schriftlicher Gebrauch kommt zum Erliegen. Im Süden des Landes entsteht eine ''Diglossie'', da vor allem von der ländlichen Bevölkerung das Französische ignoriert wird und nur das städtische Bürgertum beide Sprachen benutzt.&lt;br /&gt;
Im 16. Jahrhundert erfährt die Sprache wieder einen Aufschwung, da sich Schriftsteller erneut des Okzitanischen bedienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1.3 	Das moderne Okzitanisch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts lebt sogar die Troubadourdichtung wieder auf. Jedoch erleiden alle Regionalsprachen Frankreichs nach der französischen Revolution 1789 nochmals einen starken Rückschlag. Das Okzitanische wird demnach verdrängt und unterdrückt. Trotz allem gibt es bis heute immer wieder Bestrebungen die langue d'oc zu erhalten. Zwischen 1846 und 1847 erscheint das erste Okzitanisch-[[Französische]] Wörterbuch von Honnorat. Das sogenannte ''Dictionnaire provençal-français'' enthält mehr als 100 000 Wörter.&lt;br /&gt;
1854 vereinigen sich sieben junge provenzalische Dichter zu der Literaten-Gruppe ''Félibrige'' um ihre gesprochene Sprache zu festigen und zu pflegen. Kopf dieser Gruppe ist Frédéric Mistral, der für seinen Vers-Epos über das Leben in seiner Heimat an der Rhône den Nobelpreis für Literatur bekommt. Zwischen 1879 und 1886 veröffentlichen die jungen Dichter ein Werk über die Lexik, das gleichzeitig eine Enzyklopädie des Mittelmeerraumes ist, mit dem Namen'' Le Trésor du Félibrige/ Lou tresor dóu Félibrige''. Nach Jahrhunderten des Niedergangs entsteht nun endlich wieder ein literarisches Meisterwerk, das eine entscheidende Etappe der okzitanischen Sprachgeschichte darstellt. Als problematisch erweist sich lediglich, dass sich die Literaten nur auf den Unterdialekt ''rhodanien'' stützen und daher viele Okzitanischsprecher ihre Sprachreform nicht angewandt werden können.&lt;br /&gt;
Eine weitere Gruppe namens ''Estieu-Perbosc'' hingegen bemüht sich um eine Orthographie in der sich die verschiedenen Dialektsprecher wiederfinden können.&lt;br /&gt;
Im Jahr 1876 versucht Joseph Roux eine andere Schriftform zu verfassen. Diese kommt der Troubadourdichtung sehr nahe, wird allerdings im Sprachgebiet nur schlecht angenommen. Zur Sprachpflege tragen die ''Escola Occitana'', gegründet im Jahr 1919, und das Erscheinen der Zeitung ''Lo Gai Saber'' bei. Sechs Jahre später erscheint die erste wirklich wissenschaftliche Grammatik des Okzitanischen, die ''Gramatica Occitana segon los parlars lengadocians'' von Louis Alibert. 1945 wird das ''Institut d'Estudis Occitans'' gegründet, mit dem Ziel die okzitanische Sprache und Kultur zu fördern.&lt;br /&gt;
Ein besonderer Meilenstein im Bildungswesen ist das ''Loi Deixonne'' im Jahre 1951, nach dem fortan die Regionalsprachen im Unterricht eingebaut werden können. Im Zuge dessen entstehen auch bilinguale Grundschulen, die sogenannten ''Calendretas''.&lt;br /&gt;
Heute ist Okzitanisch Nähesprache auf dem Land. Bei Kontakt mit Fremden spricht man allerdings [[Französisch]], das die ''langue d'oc'' als Erstsprache immer mehr verdrängt. Dennoch gewinnt Okzitanisch in Städten und einigen ländlichen Gebieten vor allem aus touristischen Gründen wieder an Bedeutung. Das zeigen zweisprachige Ortsschilder und Werbeplakate. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2	Sprachliche Kriterien des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die weit verbreitete Annahme, Okzitanisch sei ein [[französischer]] Dialekt, kann widerlegt werden. Tatsächlich weist die ''langue d'oc'' im Gegensatz zu den anderen angrenzenden romanischen Sprachen die größten Unterschiede im Vergleich zum [[Französischen]] auf. Das [[Katalanische]] steht ihr sprachlich am nächsten.&lt;br /&gt;
Einige linguistische Kriterien des Okzitanischen sind:&lt;br /&gt;
Im Vokalsystem des Okzitanischen ist kein geschlossenes [ọ] vorhanden.&lt;br /&gt;
Das vulgärlateinische [ọ] wird zu [u]: vlat. ''flore'' &amp;gt; okz. ''flur'', &amp;lt;''flor''&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Es erfolgt eine Palatalisierung des lateinischen Vokals [u] zu [ü]: vlat. ''luna'' &amp;gt; okz. ''luna''.&lt;br /&gt;
Das lateinischen ''ӗ'' und ''ǒ'' werden häufig diphthongiert: vlat. ''lectu''&amp;gt; okz. ''liech''&lt;br /&gt;
							               vlat. ''focu''&amp;gt; okz. ''fuòc''.&lt;br /&gt;
Die vulgärlateinischen geschlossenen Vokale werden nicht diphthongiert: &lt;br /&gt;
								     vlat. ''tres'' &amp;gt; okz. ''tres''.&lt;br /&gt;
Das lateinische betonte [ɑ] in offener Silbe wird beibehalten: vlat. ''capra'' &amp;gt; okz. ''cabra''.&lt;br /&gt;
Das &amp;lt;-a&amp;gt; im Auslaut wird als abgeschwächter Nebenton beibehalten: 								  vlat. ''porta'' &amp;gt; okz. ''porta''.&lt;br /&gt;
Anders als im [[Französischen]] werden keine Synkopen gesprochen: fr. ''petite'' [ptit] vs. okz. ''petita'' [petita].&lt;br /&gt;
Es existieren keine Proparoxytona: okz. ''nespola'', fr. ''nèfle'', sp. ''níspera'', it. ''nespola''.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3 	Dialekte des Okzitanischen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einheit der ''langue d'oc'', wie sie im Altokzitanischen existierte, gibt es heute nicht mehr. Während der Zeit der Unterdrückung und der schriftlosen Epoche bildeten sich allmählich verschiedene Dialekte heraus. Oft hatte das auch geographische Gründe, wie zum Beispiel bei den etwas abgeschotteten Regionen des Zentralmassivs. Allgemein kann das Dialektkontinuum heute in vier Zonen eingeteilt werden:&lt;br /&gt;
Zu den nordokzitanischen Dialekten zählen das [[Limousinische]], das [[Auvergnatische]] und das [[Alpenprovenzalische]].&lt;br /&gt;
Der zentralokzitanische Dialekt, das [[Languedokische]], gilt als die typischste Mundart.&lt;br /&gt;
Das [[Provenzalische]] ist nicht nur der südokzitanische Dialekt, sondern wird auch oft als Synonym für das Okzitanische allgemein verwendet.&lt;br /&gt;
Das [[Gaskognische]], im Westen des Landes, nimmt eine Sonderstellung ein. Obwohl es zu Okzitanien gehört, ist es vergleichsweise weit vom Lateinischen entfernt und unterscheidet sich stark von den anderen südfranzösischen Dialekten. Die Gründe hierfür liegen bei Cäsars erstem Eroberungszug. Der Feldherr ließ dieses Gebiet vorerst außer Acht, da er ursprünglich nur einen Landweg nach Spanien suchte. Somit konnte das [[baskische]] [[Substrat]] einen bemerkenswerten Einfluss auf die Sprache ausüben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4 	Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bec, Pierre: La langue occitane. Paris, 1995.&lt;br /&gt;
Bossong, Georg: Die romanischen Sprachen. Eine vergleichende Einführung. Hamburg, 2008.&lt;br /&gt;
Cichon, Peter: Einführung in die okzitanische Sprache. Bonn, 2002.&lt;br /&gt;
Rieger, Angelica: Okzitanistik, Altokzitanistik und Provenzalistik, Geschichte und Auftrag einer europäischen Philologie. Frankfurt am Main (u.a.), 2000.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Daniela prando</name></author>
		
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		<id>http://glottopedia.org/index.php?title=User:Daniela_prando&amp;diff=10632</id>
		<title>User:Daniela prando</title>
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		<updated>2010-02-12T13:54:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: galloromanische Sprachen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Galloromanische Sprachen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen der allgemeinen Annahme, in Frankreich spreche man ausschließlich die Nationalsprache [[Französisch]], existieren im ''Hexagone'' zahlreiche Sprachen und Dialekte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gründe hierfür liegen in der Geschichte. Besonders ausschlaggebend war die römische Eroberung des gallischen Gebiets, die in zwei Schritten erfolgte.&lt;br /&gt;
Bevor die Römer Gallien einnahmen, lebten in dieser Gegend über 500 keltische Stämme, die weder politisch noch kulturell eine Einheit bildeten. Im Jahre 125 v.C. fielen die Römer das erste Mal in Südfrankreich ein und erschlossen sich so bis 121 v.C. einen Landweg durch das Hinterland von Marseille zu der bereits eroberten Provinz Spanien. Erst 70 Jahre später, von 58 v.C. bis 51 v.C., schloss sich die Eroberung Nordfrankreichs.&lt;br /&gt;
Dementsprechend erfolgten die [[Romanisierung]] im südlichen Drittel des Landes intensiver als im Norden. Eine gut ausgebaute Infrastruktur, ausgeprägte Stadtkulturen mit Thermen, Tempeln und Theatern, sowie die Einrichtung administrativer Institutionen sind nur einige wenige Beispiele für das Herausbilden wirtschaftlicher, kultureller und politischer Zentren. Anders als in Nordfrankreich betrieb man in der ''Narbonensis'' eine aktive Sprachpolitik, die das Unterrichten der lateinischen Sprache im Bildungswesen vorsah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der italienische Dichter Dante teilte das Sprachgebiet Frankreichs, gemäß der entstandenen Zweiteilung, nach seinen jeweiligen Bejahungspartikeln in [[''langue d'oc'']] und [[''langue d'oïl'']] ein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zweiteilung des gallischen Gebiets entwickelte sich durch die Einflüsse verschiedener [[Superstrate]] zu einer Dreiteilung. Besonders ausschlaggebend war das Fränkische im Norden, das zahlreiche Spuren in der [[''langue d'oïl'']] hinterließ. Die Superstrateinflüsse des [[Burgundischen]] in der heutigen [[frankoprovenzalisch]]en Region und des [[Westgotischen]] im Süden waren weniger stark, jedoch auch prägend für die jeweilige Sprachentwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Okzitanische]] entfaltete sich daher weitgehend unabhängig von germanischen Einflüssen und ist daher dem Lateinischen ähnlicher als die nördlichen Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Example.jpg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bec, Pierre: La langue occitane. Paris, 1995.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bossong, Georg: Die romanischen Sprachen. Eine vergleichende Einführung. Hamburg, 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cichon, Peter: Einführung in die okzitanische Sprache. Bonn, 2002.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rieger, Angelica: Okzitanistik, Altokzitanistik und Provenzalistik, Geschichte und Auftrag einer europäischen Philologie. Frankfurt am Main (u.a.), 2000.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Daniela prando</name></author>
		
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		<title>User:Daniela prando</title>
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		<updated>2010-02-12T13:49:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: galloromanische Sprachen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Galloromanische Sprachen'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen der allgemeinen Annahme, in Frankreich spreche man ausschließlich die Nationalsprache [[Französisch]], existieren im ''Hexagone'' zahlreiche Sprachen und Dialekte.&lt;br /&gt;
Gründe hierfür liegen in der Geschichte. Besonders ausschlaggebend war die römische Eroberung des gallischen Gebiets, die in zwei Schritten erfolgte.&lt;br /&gt;
Bevor die Römer Gallien einnahmen, lebten in dieser Gegend über 500 keltische Stämme, die weder politisch noch kulturell eine Einheit bildeten. Im Jahre 125 v.C. fielen die Römer das erste Mal in Südfrankreich ein und erschlossen sich so bis 121 v.C. einen Landweg durch das Hinterland von Marseille zu der bereits eroberten Provinz Spanien. Erst 70 Jahre später, von 58 v.C. bis 51 v.C., schloss sich die Eroberung Nordfrankreichs.&lt;br /&gt;
Dementsprechend erfolgten die [[Romanisierung]] im südlichen Drittel des Landes intensiver als im Norden. Eine gut ausgebaute Infrastruktur, ausgeprägte Stadtkulturen mit Thermen, Tempeln und Theatern, sowie die Einrichtung administrativer Institutionen sind nur einige wenige Beispiele für das Herausbilden wirtschaftlicher, kultureller und politischer Zentren. Anders als in Nordfrankreich betrieb man in der ''Narbonensis'' eine aktive Sprachpolitik, die das Unterrichten der lateinischen Sprache im Bildungswesen vorsah.&lt;br /&gt;
Der italienische Dichter Dante teilte das Sprachgebiet Frankreichs, gemäß der entstandenen Zweiteilung, nach seinen jeweiligen Bejahungspartikeln in [[''langue d'oc'']] und [[''langue d'oïl'']] ein. &lt;br /&gt;
Diese Zweiteilung des gallischen Gebiets entwickelte sich durch die Einflüsse verschiedener [[Superstrate]] zu einer Dreiteilung. Besonders ausschlaggebend war das Fränkische im Norden, das zahlreiche Spuren in der [[''langue d'oïl'']] hinterließ. Die [[Superstrat]]einflüsse des [[Burgundischen]] in der heutigen [[frankoprovenzalisch]]en Region und des [[Westgotischen]] im Süden waren weniger stark, jedoch auch prägend für die jeweilige Sprachentwicklung.&lt;br /&gt;
Das [[Okzitanische]] entfaltete sich daher weitgehend unabhängig von germanischen Einflüssen und ist daher dem Lateinischen ähnlicher als die nördlichen Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen&lt;br /&gt;
Bec, Pierre: La langue occitane. Paris, 1995.&lt;br /&gt;
Bossong, Georg: Die romanischen Sprachen. Eine vergleichende Einführung. Hamburg, 2008.&lt;br /&gt;
Cichon, Peter: Einführung in die okzitanische Sprache. Bonn, 2002.&lt;br /&gt;
Rieger, Angelica: Okzitanistik, Altokzitanistik und Provenzalistik, Geschichte und Auftrag einer europäischen Philologie. Frankfurt am Main (u.a.), 2000.&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Daniela prando</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[['''Galloromanische Sprachen''']]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen der allgemeinen Annahme, in Frankreich spreche man ausschließlich die Nationalsprache [[Französisch]], existieren im ''Hexagone'' zahlreiche Sprachen und Dialekte.&lt;br /&gt;
Gründe hierfür liegen in der Geschichte. Besonders ausschlaggebend war die römische Eroberung des gallischen Gebiets, die in zwei Schritten erfolgte.&lt;br /&gt;
Bevor die Römer Gallien einnahmen, lebten in dieser Gegend über 500 keltische Stämme, die weder politisch noch kulturell eine Einheit bildeten. Im Jahre 125 v.C. fielen die Römer das erste Mal in Südfrankreich ein und erschlossen sich so bis 121 v.C. einen Landweg durch das Hinterland von Marseille zu der bereits eroberten Provinz Spanien. Erst 70 Jahre später, von 58 v.C. bis 51 v.C., schloss sich die Eroberung Nordfrankreichs.&lt;br /&gt;
Dementsprechend erfolgten die [[Romanisierung]] im südlichen Drittel des Landes intensiver als im Norden. Eine gut ausgebaute Infrastruktur, ausgeprägte Stadtkulturen mit Thermen, Tempeln und Theatern, sowie die Einrichtung administrativer Institutionen sind nur einige wenige Beispiele für das Herausbilden wirtschaftlicher, kultureller und politischer Zentren. Anders als in Nordfrankreich betrieb man in der ''Narbonensis'' eine aktive Sprachpolitik, die das Unterrichten der lateinischen Sprache im Bildungswesen vorsah.&lt;br /&gt;
Der italienische Dichter Dante teilte das Sprachgebiet Frankreichs, gemäß der entstandenen Zweiteilung, nach seinen jeweiligen Bejahungspartikeln in [[''langue d'oc'']] und [[''langue d'oïl'']] ein. &lt;br /&gt;
Diese Zweiteilung des gallischen Gebiets entwickelte sich durch die Einflüsse verschiedener [[Superstrate]] zu einer Dreiteilung. Besonders ausschlaggebend war das Fränkische im Norden, das zahlreiche Spuren in der [[''langue d'oïl'']] hinterließ. Die [[Superstrat]]einflüsse des [[Burgundischen]] in der heutigen [[frankoprovenzalisch]]en Region und des [[Westgotischen]] im Süden waren weniger stark, jedoch auch prägend für die jeweilige Sprachentwicklung.&lt;br /&gt;
Das [[Okzitanische]] entfaltete sich daher weitgehend unabhängig von germanischen Einflüssen und ist daher dem Lateinischen ähnlicher als die nördlichen Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Quellen&lt;br /&gt;
Bec, Pierre: La langue occitane. Paris, 1995.&lt;br /&gt;
Bossong, Georg: Die romanischen Sprachen. Eine vergleichende Einführung. Hamburg, 2008.&lt;br /&gt;
Cichon, Peter: Einführung in die okzitanische Sprache. Bonn, 2002.&lt;br /&gt;
Rieger, Angelica: Okzitanistik, Altokzitanistik und Provenzalistik, Geschichte und Auftrag einer europäischen Philologie. Frankfurt am Main (u.a.), 2000.&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Daniela prando</name></author>
		
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Daniela prando: Created page with ''''Galloromanische Sprachen'''  Entgegen der allgemeinen Annahme, in Frankreich spreche man ausschließlich die Nationalsprache Französisch, existieren im ''Hexagone'' z...'&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[['''Galloromanische Sprachen''']]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entgegen der allgemeinen Annahme, in Frankreich spreche man ausschließlich die Nationalsprache [[Französisch]], existieren im ''Hexagone'' zahlreiche Sprachen und Dialekte.&lt;br /&gt;
Gründe hierfür liegen in der Geschichte. Besonders ausschlaggebend war die römische Eroberung des gallischen Gebiets, die in zwei Schritten erfolgte.&lt;br /&gt;
Bevor die Römer Gallien einnahmen, lebten in dieser Gegend über 500 keltische Stämme, die weder politisch noch kulturell eine Einheit bildeten. Im Jahre 125 v.C. fielen die Römer das erste Mal in Südfrankreich ein und erschlossen sich so bis 121 v.C. einen Landweg durch das Hinterland von Marseille zu der bereits eroberten Provinz Spanien. Erst 70 Jahre später, von 58 v.C. bis 51 v.C., schloss sich die Eroberung Nordfrankreichs.&lt;br /&gt;
Dementsprechend erfolgten die [[Romanisierung]] im südlichen Drittel des Landes intensiver als im Norden. Eine gut ausgebaute Infrastruktur, ausgeprägte Stadtkulturen mit Thermen, Tempeln und Theatern, sowie die Einrichtung administrativer Institutionen sind nur einige wenige Beispiele für das Herausbilden wirtschaftlicher, kultureller und politischer Zentren. Anders als in Nordfrankreich betrieb man in der ''Narbonensis'' eine aktive Sprachpolitik, die das Unterrichten der lateinischen Sprache im Bildungswesen vorsah.&lt;br /&gt;
Der italienische Dichter Dante teilte das Sprachgebiet Frankreichs, gemäß der entstandenen Zweiteilung, nach seinen jeweiligen Bejahungspartikeln in [[''langue d'oc'']] und [[''langue d'oïl'']] ein. &lt;br /&gt;
Diese Zweiteilung des gallischen Gebiets entwickelte sich durch die Einflüsse verschiedener [[Superstrate]] zu einer Dreiteilung. Besonders ausschlaggebend war das Fränkische im Norden, das zahlreiche Spuren in der [[''langue d'oïl'']] hinterließ. Die [[Superstrat]]einflüsse des [[Burgundischen]] in der heutigen [[frankoprovenzalischen]] Region und des [[Westgotischen]] im Süden waren weniger stark, jedoch auch prägend für die jeweilige Sprachentwicklung.&lt;br /&gt;
Das [[Okzitanische]] entfaltete sich daher weitgehend unabhängig von germanischen Einflüssen und ist daher dem Lateinischen ähnlicher als die nördlichen Sprachen.&lt;/div&gt;</summary>
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